Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projekt

Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Regenbogentreppe

Ein Werk zu schaffen, das sich sinnlich-poetisch zurück hält und zugleich einen wesentlichen Ort prominent markiert. Eine Erscheinung zu erdenken, die Forschung und Bildung illustriert.

Nicht mehr und nicht weniger war der Anspruch, der der Entwicklung dieser virtuellen Skulptur vorausging.

Es wurde ein Regenbogen.

Eine Projektion auf einer unsichtbaren Projektionsfläche

Es begann alles mit dieser Inspiration: basierend auf einem deutschen Patent aus den 1980er Jahren entstand die Idee, aus einem feinen Tröpfchennebel eine temporäre Projektionsfläche herzustellen, die einerseits transparent genug war, um nicht flächig zu wirken – und anderseits die Wiedergabe eines Motives bei Tageshelligkeit ermöglichen sollte.

Für die Herstellung eines so gearteten Nebel-Displays kamen schon nach ersten Recherchen nur leistungsfähige Industriekomponenten infrage. Sie gehörten allesamt dem oberen Leistungssegment an. Piezo-Nebelerzeuger, speziell selektierte Lüftermodule und besonders dezent arbeitende Dosierpumpen mussten hierfür harmonisch in Einklang gebracht werden. Im Zusammenwirken mit individuell gefertigten Luftführungen wurde ein einzigartiger, mehrkammeriger Miniatur-Windkanal entwickelt, der das Erscheinen des gewünschten Feuchtigkeitsdisplays ermöglichte.

Spektralfarben oder Regenbogen?

Hinzu kam die Vorstellung, einen Regenbogen auf der “nicht vorhandenen” Projektionsfläche erscheinen zu lassen. Zur Erzeugung wurde eine aufwendig berechnete Linsenoptik entwickelt, die durch eine der prismatischen Brechung ähnlichen Technik weißes Licht beugt, so dass ein Spektrum abgebildet werden kann. Vielen von uns dürfte diese Technik im Physikunterricht begegnet sein – für uns schloss sich mit der Assoziation eines Regenbogens der Kreis des Entwurfskonzeptes.

Bundesministerium für Bildung und Forschung Regenbogen TreppeDieser Regenbogen stellte mit seiner poetisch aufgeladenen Raumwirkung und seiner physikalisch anspruchsvollen Umsetzung eine reichhaltige Metapher für die Tätigkeitsfelder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bereit. Dem Wettbewerbskommitee “Kunst-am-Bau” des Neubaus am Spreeufer gefiel das Konzept so gut, dass es die Regenbogenprojektion mit einem 1. Preis für die Umsetzung am Standort einer Foyertreppe kürte.

Uns wurde dadurch nicht nur eine große Würdigung der Entwurfsarbeit zuteil, sondern auch eine optische und strömungsphysikalische Herausforderung – in weniger als 40 Tagen sollte ein Prototyp in Berlin präsentiert werden, um die Wirkung und Realisierbarkeit vor Ort zu überprüfen.

Bis zur Umsetzung und Präsentation eines lauffähigen Prototypens der Regenbogenprojektion im BMBF verging die Zeit wie im Fluge.

Und die Bildung?

Wir haben uns entschieden, das Geheimnis der wesentlichen Bestandteile der Regenbogenprojektion zu lüften, zu erläutern und wissbegierigen Betrachtern offen zu legen. Was wäre da geeigneter, als eine Website? Antwort: Eine Website, die sich auch vor Ort, im Bundesministerium für Bildung und Forschung, abrufen lässt.

bmbf kunst am bau innen

Wir installierten aus diesem Grund einen QR-Code, der wie ein Hinweisschild vor Ort als Link zu der besagten Website führt, um weitere Informationen abrufen zu können. Für die Ausfertigung des QR-Codes ließen wir uns ganz auf die Architektursprache des Ortes ein und wählten Lärchenholz und eine dunkle Räuchereiche als Furniermaterial. Der QR-Code in klassischer Furniertechnik war geboren.

In Kürze mehr auf der Website der Regenbogentreppe auf www.bildung-und-forschung.de .